DER KÜMO-KÄPT’N

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TYPISCH! DER KÜMO-KÄPT’N
Ohne ihn geht gar nichts auf Helgoland: Kapitän Horst Brey steuert auch bei Extremwetter Deutschlands einzige Hochseeinsel an. Wenn die MS Helgoland in Cuxhaven ablegt, ist im Schiffsbauch von Lebensmitteln bis zu Landmaschinen alles, was die 1100 Einwohner des Nordsee-Eilands brauchen.

Brey ist einer der erfahrensten Kümo-Kapitäne, die an Europas Küsten unterwegs sind. Der 63-jährige war schon als Kind mehr auf dem Wasser als an Land. Sowohl sein Vater als auch sein Großvater steuerten eigene Schiffe über Nord- und Ostsee. Bei Ihnen hat Horst Brey das Einmaleins der Küstenschifferei gelernt. Wie bei Kümo-Kapitänen üblich, trug das erste eigene Schiff den Namen seiner Frau. Jutta Brey war jahrelang mit an Bord, wenn ihr Mann in Häfen zwischen Rotterdam und Riga unterwegs war. Heute kommt sie nur noch gelegentlich mit, wenn ihr Mann Helgoland ansteuert.

Ein NDR Team hat die beiden bei einer rauen Überfahrt auf die Hochseeinsel begleitet und ließ sich erklären, was so reizvoll an den alten kleinen Kümos ist, die in  Zeiten der großen Container-Frachter immer mehr an Bedeutung verlieren. Fernseh-Autor Thomas Karp hat die Breys auch Zuhause im niedersächsischen Gnarrenburg besucht, wo Steuerrräder, Kompasssäulen und Sextanten an vergangene Zeiten erinnern. Die Kamera war auch dabei, als Kapitän Horst Brey sich einen lang gehegten Wunsch erfüllte: der Besuch eines finnischen Kollegen auf einem der ältesten derzeit auf Nord- und Ostsee fahrenden Kümos.